Antrieb und Energiemanagement

Fast ein Viertel des Primärenergieverbrauchs in Deutschland entfällt derzeit auf den Straßenverkehr, und nach wie vor stammt dieser Anteil fast komplett aus endlichen, fossilen Energiequellen und trägt negativ zur CO2-Bilanz bei. Mit welcher Energie fahren die Fahrzeuge der Zukunft? Diese Frage war lange Zeit etwas für Futurologen, doch unter dem Druck von „Peak Oil“ und der Diskussion um den von anthropogenen Emissionen beschleunigten Klimawandel hat sie sehr schnell an Aktualität gewonnen. Heute erscheint ausgemacht, dass die Fahrzeuge in nicht allzu ferner Zukunft möglichst CO2-neutral fahren können müssen.

Aber der Weg dorthin wird nicht einfach, denn die Zahl der Optionen für Übergangslösungen ist nicht klein. Wie zukunftsträchtig sind die einzelnen Lösungen, und vor allem: wie schnell können sie marktreif werden, und welches Potenzial haben sie, um die gewünschte Emissionsvermeidung in der Praxis zu erzielen?

Im FVT-Fachbereich Fahrzeugantrieb und Energiemanagement sitzen Fachleute aus Industrie und Forschung, die sich mit allen Optionen auskennen, die derzeit diskutiert werden. Diese Experten, die oft seit vielen Jahren an der Gestaltung fahrzeugtechnischer wissenschaftlicher Veranstaltungen mitwirken, haben sich vorgenommen, eine unabhängige und sachliche Bewertung der unterschiedlichen Lösungen vorzunehmen – und zwar „well to wheel“, also von der Primärenergiequelle bis zum Antriebsrad. Denn die Suche nach der Antriebstechnik von Morgen geht über die Fahrzeugtechnik hinaus. Sie ist nur ein Teil des Umbaus unserer Industriegesellschaft auf ein nachhaltiges Wirtschaftsmodell, das Stoffkreisläufe zu schließen versucht und die extensive Nutzung endlicher Ressourcen vermeidet.