Ein Leben für den Fortschritt

Rund 30 Ingenieure zwischen 45 und 90 Jahren nahmen bei der diesjährigen Mitgliederehrung des VDI-Bezirksvereins Köln ihre Jubiläumsurkunden entgegen – stellvertretend für fast 300. Eine Auszeichnung besonderer Art erhielt die Reifenhäuser Gruppe für 50 Jahre Mitgliedschaft als Unternehmen. Chief Financial Officer Karsten Kratz bekannte sich zum Ingenieursstandort Deutschland und betonte den Nutzen von Netzwerken für das Unternehmenswachstum.

Bezirksvorsitzender Horst Behr und Projektleiter Frank Henning führten durch den Abend im Deutschen Museum in Bonn. Mit den Ehrungen begann zugleich eine Art Zeitreise: Die 25-jährigen Jubilare stehen noch mitten im Berufsleben, beschäftigen sich mit Digitalisierung, Agilität oder Automatisierung. Unter den Jubilaren mit 40-, 50- oder sogar 60-jähriger Mitgliedschaft gibt es noch viele, die die alte Ingenieursschule am Ubierring besucht hatten, den Vorgänger der heutigen Technischen Hochschule Köln. Auch sie sind noch aktiv, etwa in Stiftungen, Fachnetzwerken und Alumni-Clubs, aber auch in politischen, sozialen oder kirchlichen Ehrenämtern.

Ältester Jubliar war mit 89 Jahren Kurt Edmund Krayer aus Brühl. Unter den Geehrten waren ehemalige Professoren, Unternehmensgründer und frühere Amtsträger im VDI. Einige kannten sich aus dem Berufsleben, andere fanden heraus, dass sie sich vor Jahrzehnten denkbar knapp verpasst hatten. In ihren Dankesworten betonten fast alle, dass ihr Ingenieursleben immer im Zeichen des Fortschritts und dessen speziellen Herausforderungen gestanden hatte.

Ingenieursstandort Deutschland – innovativ und verlässlich

In diese Kerbe schlug auch Karsten Kratz: „Wir beschäftigen am Standort Troisdorf über 200 Ingenieure und produzieren alle unsere Kernkomponenten in Deutschland. Wir schätzen die Qualität und Verlässlichkeit in der Planung sehr – vor allem aber die Innovationskraft. Diese nehmen wir nicht nur für unser Kerngeschäft in Anspruch, sondern fördern auch Ideen zur Nachhaltigkeit rund um unsere Gebäude oder zum Thema Energieverbrauch.“ Den Bedarf an Nachwuchs im Ingenieursbereich könne das Unternehmen aufgrund intensiver Netzwerkarbeit gut decken, schwieriger sei es im Bereich der Ausbildung. Reifenhäuser bildet jedes Jahr 70 junge Menschen aus. „Wir müssen uns dafür engagieren, dass die Jugend an technische Themen herangeführt wird“, so Kratz.

Diesen Faden nahm Behr auf, um für mehr Engagement im VDI zu werben: „Wir haben Formate, die mittlerweile sehr gut angenommen werden, vor allem die Nacht der Technik, für die auch viele Pensionäre noch einmal ihre guten Beziehungen aktivieren und Unternehmen ansprechen. Vier Regionen im Kölner Umkreis machen schon mit – und die Besucher sind begeistert.“ Als Plattform für die Vernetzung zwischen Unternehmen, Wissenschaft und Öffentlichkeit sei der VDI auf das Engagement der Mitglieder angewiesen. Die nächste Nacht der Technik findet am 8. Juni im Rhein-Erft-Kreis statt.

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