Die erste Nacht der Technik Rhein-Wupper geht an den Start

30 Teilnehmer haben zugesagt

Die Premiere der Nacht der Technik Rhein-Wupper ist damit vollständig. Am 5. April öffnen Unternehmen, öffentliche Betriebe, Bildungs- und Forschungsinstitutionen in Leverkusen, Langenfeld und Monheim ihre Tore. Schwerpunkte der ersten Veranstaltung sind die Themen Wasser und Elektronik. Am 12. März beginnt der Vorverkauf der Tickets – Besucher können sich vorab Touren zusammenstellen.

 

Paul E. Krug, im Kölner VDI-Vorstand für die erste Techniknacht an Rhein und Wupper verantwortlich, hat mit einem Team aus engagierten Ingenieurinnen und Ingenieuren beharrliche Aufbauarbeit hinter sich, viele Vorgespräche sind geführt worden, bis die kritische Masse an teilnehmenden Unternehmen beisammen war. „Die Region Rhein-Wupper ist in grundlegendem Wandel begriffen“, resümiert er seine Eindrücke. „Der traditionell starke Industriestandort investiert viel in Bildung und Forschung, die Produktion ist von vielen Innovationen geprägt. Wir möchten diese Entwicklung begleiten und der Bevölkerung vermitteln, wie sich die Unternehmen für die Zukunft rüsten.“

Dazu passt, dass die TH Köln einen großen Campus in Opladen eingerichtet hat – ein Signal zur Stärkung der Wissenschaft. Auf dem Gelände befindet sich auch das Probierwerk, ein Coworking Space mit Lernumgebung und Werkstattbereich. Dieses wird für die Nacht der Technik als Besucherzentrum eingerichtet. Dr. Frank Obermeier von der Wirtschaftsförderung Leverkusen: „Der Ort bietet eine innovative Umgebung und passt gut zur Nacht der Technik. Es ist wichtig, Begeisterung zu wecken, denn hier, im sehr technikgeprägten Raum zwischen Köln und Düsseldorf, entsteht derzeit viel Neues.“

Vom Präzisionsrohr bis zur Schwimmbadtechnik

Die Besucher können sich schon heute freuen, etwa ein Postverteilzentrum, ein Müllheizkraftwerk, die Fertigung von Prototypen oder Präzisionsrohren zu besichtigen. Auch hinter die Kulissen eines Schwimmbades zu schauen oder in virtuelle Welten einzutauchen ist möglich. Oliver Köhler, Geschäftsführer der Fischer Deutschland in Langenfeld: „Unsere Produkte sieht man normalerweise nicht: Antriebsspindeln in Schleif- und Fräsmaschinen. Aber die Technik ist faszinierend und treibt uns täglich an. Wir schaffen es, auf den tausendstel Millimeter genau zu bohren – das wären sieben Löcher nebeneinander in einem menschlichen Haar. So etwas möchten wir zeigen  und unsere Besucher das Knistern spüren lassen.“

Ins gleiche Horn stößt Harry Voges, Geschäftsführer des AGU Planungs- und Ingenieurbüros in Leverkusen, in dessen Räumen auch das Pressegespräch stattfand: „Wir sind nicht die Mahagoni-Chefs, sondern immer in der Produktion und bei unseren Partnern. Wir wollen zeigen, was die Digitalisierung in der Industrie zu leisten imstande ist, davon erfährt man normalerweise nicht viel. Die Menschen können richtig viel mitnehmen.“ Daniel Mertens vom VDE Düsseldorf: „Das Schöne an der Nacht der Technik ist, dass sie schon eingeführt ist und wir viele gute Vorerfahrungen aus Köln mitbringen. Ich bin sehr gespannt auf die Premiere in Rhein-Wupper.“

Berufliche Orientierung für junge Menschen

Thematische Schwerpunkte gibt es ebenfalls: Als Pionierstadt hat Leverkusen eine lange Historie der Wasseraufbereitung und -versorgung. Zugleich ist die Region ein starker Standort für Elektronik. „Sie können Ihre Route anhand der Themen Wasser oder Elektronik planen – und dabei auch die Zusammenhänge zwischen beiden erkennen“, sagt Urban Plößl von der Agentur Plan Deluxe, die die Nacht der Technik organisiert. Es wird ein Ticketsystem und Shuttle-Busse geben, die von Opladen aus alle Ziele ansteuern.

Wichtig ist den Veranstaltern der Kontakt zu jungen Menschen, die sich beruflich orientieren. „Wir haben in Leverkusen, Monheim und Langenfeld jedes Jahr 2.500 Abiturienten, die sich über ihre Zukunftschancen informieren“, so Krug. „Wir stehen im ständigen Kontakt mit Schulen in der Region und arbeiten auch bei der Nacht der Technik mit ihnen zusammen. Nachwuchsingenieure werden überall gebraucht. Auf der Nacht der Technik gibt es viele Möglichkeiten, sich ein eigenes Bild von Technik zu machen und direkt mit Entscheidern in den Betrieben zu sprechen.“

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