Der Vorstand des VDI-Bezirks Köln. Folge 2: Dipl.-Ing. (FH) Anne Möntenich-Marczona, M.Sc.

„Die Welt als Ingenieurin besser machen.“

Sie ist eines der neuen Gesichter im Vorstand des VDI-Bezirks Köln: Anne Möntenich-Marczona, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit. Ihr Herzensthema: Frauen für technische Themen zu begeistern und damit auch die Technik weiblicher zu machen.

Anne Möntenich-Marczona ist mit Technik aufgewachsen. Ihr Vater, Handwerksmeister für Heizungs- und Lüftungsanlagen und ein Tüftler, der für viele Bereiche Lösung findet, prägte schon früh das technische Interesse. Als Kind war ihr größter Berufswunsch Polizistin zu werden – am liebsten bei der Kripo. „Das entsprach genau meinen beiden Leidenschaften: logisches Denken und moralisches Handeln“, sagt sie im Rückblick, „ich wollte Verbrechen bekämpfen und damit die Welt besser machen.“ Ihr Abitur schloss sie auf einem technischen Gymnasium ab. „Anstelle der Polizei habe ich mich dann für Plan B, einem Ingenieursstudium entschieden. Die Welt kann ich auch mit Technik besser machen.“

TGA passt gut zu Umweltschutz

Diese Entscheidung bereut sie bis heute nicht. Ihr gesellschaftliches und technisches Interesse verband sie mit einem Fachhochschulstudium im Studiengang Umweltschutz. Nach dem Diplom orientierte sie sich hin zum Maschinenbau und machte dort zunächst den Bachelor und anschließend den Master mit Spezialisierung auf den Erneuerbaren Energien.

Heute arbeitet sie im Bereich Energiekonzepte und Energetische Beratung in einem Kölner Ingenieurbüro. „Im Grunde betreibe ich angewandte Forschung und Entwicklung“, sagt Möntenich-Marczona. Die TGA passe gut zu ihrer Leidenschaft für den Umweltschutz.

In der Technik braucht es weibliche Vorbilder

Näheren Kontakt zum VDI bekam sie über die Nacht der Technik. „Frau Müller, damals Projektleiterin der Nacht der Technik und Referatsleiterin an der TH Köln, sprach mich an. Die Mitarbeit und Organisation im Team der Nacht der Technik war zwar anstrengend, aber machte ihr großen Spaß. „Es war einfach mal etwas ganz anderes“, sagt sie heute.

Das große Ziel von Anne Möntenich-Marczona ist, Frauen in der Technik voranzubringen. Sie möchte einerseits junge Frauen für Technik begeistern, sich andererseits auch dafür einsetzen, dass die Präsenz von Frauen in technischen Berufen steigt. Solche Rollenbilder seien einfach wichtig bei der Entscheidung für Karrierewege. „Umgekehrt gilt dies natürlich auch für Männer in Sozial-und Pflege-Berufen. Davon würden gesellschaftlich alle profitieren.“

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