Ingenieure treffen Informatik: VDI tagt in der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Mitgliederversammlung bestätigt Prof. Herpers, Prof. Meinel und Reissig im Amt

Die diesjährige Mitgliederversammlung des VDI-Bezirksvereins Köln fand an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) statt. Im Vorstand bestätigt wurden Prof. Dr. Till Meinel, René Reissig und Prof. Dr. Rainer Herpers, Leiter des Instituts für Visual Computing an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Der Vorstand verkündete zudem, 2019 an drei Orten eine Nacht der Technik zu veranstalten. Erstmals dabei: Die Regionen Rhein-Wupper und Bonn/Rhein-Sieg.

Der Dekan des Fachbereichs Informatik, Prof. Dr. Wolfgang Heiden, bezeichnete in seinem Grußwort die Informatik als Bindeglied zwischen Ingenieurs- und Naturwissenschaften. Sowohl für Techniker als auch für Informatiker stehe die Anwendung und der Nutzen im Vordergrund ihrer Forschung, weswegen beide viel voneinander lernen könnten

 

Prof. Dr. Rainer Herpers, M.Sc. Dipl.-Ing. Horst Behr, Prof. Dr. Wolfgang Heiden

 

Herpers betonte die Vielfältigkeit der Studienmöglichkeiten an der H-BRS. Die Hochschule, ursprünglich bei Gründung auf 2.500 Plätze ausgelegt, sei mittlerweile von 9.000 Studierenden frequentiert, biete 13 Forschungsinstitute und 35 Studiengänge. „Der angewandte Aspekt in der Lehre liegt uns sehr am Herzen“, so Herpers, „deshalb haben wir vielfältige Kooperationen mit der Wirtschaft und der Öffentlichen Hand abgeschlossen.“ Er selbst vermittele den Studierenden immer auch die Idee, eigene Ideen in der Selbständigkeit zu realisieren. „Dafür haben wir hier ein hervorragendes Gründerzentrum.“

 

 

VDI-Bezirksvorsitzender Horst Behr kündigte neue Veranstaltungsformate an. So plane der Bezirk Köln im Jahr 2019 einen Neujahrsempfang zusammen mit Fördermitgliedern und Kooperationspartnern. Damit wende man sich vor allem auch an Neumitglieder. „Wir spüren in der ganzen Region ein großes Interesse an interdisziplinärer Zusammenarbeit. Deswegen wollen wir Verbände, Unternehmen und Hochschulen noch mehr untereinander und mit uns vernetzen“, so Behr. Er appellierte an die Ingenieure, sich noch stärker fachlich zu engagieren. „Die Facharbeit ist unsere DNS!“, so Behr, „mit unseren fachlichen Beiträgen haben wir die Chance, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt voranzutreiben.“

Die Koordination der Fachnetzwerke übernehmen Dr. Hans-Detlef Altmeyer und Prof. Dr. Anja Richert. Sie werden sowohl die Besetzung der über 50 fachlichen Gruppen vorantreiben, als auch die Vernetzung mit Wirtschaft und Wissenschaft. „Unser Ziel ist es, in jedem einzelnen Fachnetzwerk Unternehmensvertreter, Wissenschaftler und Studierende zusammenzuführen“, so Richert. „Austausch ist die Voraussetzung dafür, dass man sich auch persönlich weiterentwickelt“, ergänzte Altmeyer.

 

 

Immer beliebter ist die Nacht der Technik, zu der der VDI-Bezirk im Jahr 2019 gleich dreimal einlädt. Hier präsentieren sich regionale Unternehmen der Öffentlichkeit und dem Nachwuchs, um für die Ausbildung und das Berufsbild des Ingenieurs zu werben und eigene Tätigkeiten und Projekte vorzustellen. René Reissig, im Vorstand verantwortlich für die Nacht der Technik, zog eine positive Bilanz: „Wir verzeichnen sowohl in Köln als auch im Rhein-Erft-Kreis stetig steigende Zahlen. Deshalb weiten wir die Aktivitäten in den Raum Rhein-Wupper und nach Bonn/Rhein-Sieg aus. Neben Köln werden dies für 2019 erstmals Veranstaltungsorte für die Nacht der Technik.“

Die Nachwuchsförderung soll vor allem an den Schulen weiter verstärkt werden. Schatzmeister Paul E. Krug stellte ein neues Projekt vor, in dem gezielt an zwei Kölner Partnerschulen MINT-Aktivitäten gefördert werden. „Nachwuchsarbeit ist nötiger denn je“, sagte er, „und junge Menschen sind begeisterungsfähig – das passt gut zusammen.“ Tandems aus Nachwuchskräften und erfahrenen Ingenieuren könnten viel neues Potenzial heben, so Krug.

Die Mitglieder bekamen während der Veranstaltung Einblicke in die aktuelle Forschung in Visual Computing und der Robotik. Star der Führung war der Haushaltsroboter „Lucy“, der Sprachbefehle ausführte und ganze Bewegungsabläufe selbständig erledigte. Service-Roboter sind ein Schwerpunkt der Forschung an der H-BRS.

 

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